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Freitag, den 29. April 2011 um 11:22 Uhr

Tag der offenen Tür im Heizwerk Altenholz-Stift



Heizwek Altenholz Stift

Wie bereits in den Altenholzer Nachrichten angekündigt, wird Thermotex das neue Bioerdgas-BHKW im Heizwerk Altenholz-Stift Anfang Mai in Betrieb nehmen.
Am
24.05.2011 um 15:30 Uhr
werden Herr Bürgermeister Ehrich und unser Geschäftsführer, Herr Jürgen Graf, das BHKW-Modul offiziell einweihen.
In der Zeit von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr stehen ihnen Mitarbeiter der Thermotex für Fragen zum neuen BHKW-Modul oder für eine Führung durch das Heizwerk gerne zur Verfügung.
Wir würden uns freuen, Sie zu diesem Termin begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Thermotex Gesellschaft für Fernwärme mbH

Veröffentlicht in Altenholz Blog
Donnerstag, den 19. August 2010 um 14:07 Uhr

Bürgermeisterwahl Altenholz



Faires Duell zweier starker Kandidaten

 Auf dem grünen Rasen gibt Carlo Ehrich (45) am liebsten Steilpässe. „Die Tore dürfen dann gern andere schießen.“ Kristin Langhanki (32) dagegen könnte sich eher die Rolle der Trainerin vorstellen. Als Verwaltungschef von Altenholz sind jedoch mehr als nur sportliche Qualitäten gefragt. Welche? Das versuchten die Kieler Nachrichten am Donnerstagabend im Gemeindezentrum in einem Frageduell mit den beiden Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 19. September zu ergründen.


Kinderbetreuung, Schule, Bauleitplanung, Verkehrspolitik, neue Wohnformen für Senioren, Haushaltskonsolidierung - die KN-Redakteure Christian Hiersemenzel und Gabi Asmus sprachen vor rund 150 Besuchern Themenbereiche an, die den Altenholzern auf den Nägeln brennen. SPD-Mann Ehrich und die von CDU und FDP nominierte Langhanki (parteilos) wurden auch zu ihren persönlichen Stärken und Schwächen befragt. Der seit 2004 als Büroleiter im Altenholzer Rathaus Beschäftigte räumte ein, dass er noch lernen müsse, mehr zu delegieren und auch mehr zu loben. Länger fiel die Liste der Pluspunkte aus. „Ich kann gut zuhören, bin wenig nachtragend, überwiegend fröhlich und ausgeglichen“, so die Selbsteinschätzung von Carlo Ehrich. Kristin Langhanki gestand eine Schwäche für Süßigkeiten ein. Außerdem sei sie manchmal mit sich selbst zu ungeduldig, und es komme auch vor, dass sie schneller rede als denke. „Aber dann bekommen Sie wenigstens eine ehrliche Antwort“, so die schlagfertig auftretende Leiterin des Bürgerbüros Ellerau/Kreis Segeberg. Und mit welchen Eigenschaften kann sie auftrumpfen? „Mit gutem Durchhaltevermögen, Kooperationsbereitschaft, Kommunikationsvermögen und sozialer Kompetenz“, sagte sie und versicherte: „Ich bin authentisch und lasse mich nicht verbiegen.

Haushaltskonsolidierung. Um die Altenholzer Finanzen wieder in Ordnung zu bringen, muss nach Langhankis Überzeugung „alles auf den Prüfstand - auch Volkshochschule, Bücherei und sämtliche freiwilligen Leistungen“. Vor allem aber müsse die Verwaltung beim Sparen mit gutem Beispiel vorangehen. Die gebürtige Hamburgerin bezweifelte, dass das Rathaus sechs Fachbereichsleiter braucht. Sie befürwortete auf Verwaltungsebene eine engere Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen. Als sie laut darüber nachdachte, ob für die Gemeinde vielleicht ein ehrenamtlicher Bürgermeister ausreichend wäre, rief sie damit ihren Mitbewerber auf den Plan. „Die Aufgabe der Hauptamtlichkeit des Bürgermeisters würde bedeuten, dass die Gemeinde ihre Eigenständigkeit verliert. Das will ich auf keinen Fall“, so Carlo Ehrich. Auch verteidigte er den jetzigen Personalschlüssel im Rathaus: „Ich glaube nicht, dass wir dort zu viele Mitarbeiter haben.“ Eine Personalreduzierung sei nur dann möglich, wenn die Aufgaben reduziert werden. Dies, so Ehrich, liege in der Entscheidungsbefugnis der Gemeindevertretung.

Kinderbetreuung und Schulen. Beide Kandidaten sprachen sich für eine Fortsetzung der Schulsozialarbeit aus. Nach Auffassung von Kristin Langhanki müsste sich jedoch das Land an den Kosten beteiligen, denn hier handele es sich um einen bildungspolitischen Auftrag. Zur starken Nachfrage des Gymnasiums vor allem aus dem Kieler Norden sagte Ehrich, dass die Schule mit ihren jetzt 1100 Schülern „fast schon ein bisschen zu groß“ sei. Da der Trend zur Ganztagsschule gehe, müssten die Mittel für den Bau einer Mensa gestemmt werden. Ein deutliches Nein gab es von beiden Kandidaten zu dem vom AWO-Kindergarten gewünschten Speisesaal. „Würden wir dem zustimmen, hätten wir den Betrag mal drei, denn es würden sich zu Recht auch die anderen beiden Kitas melden“, so Langhanki. Einig waren sich die Kandidaten auch, dass dem Wunsch der Schulleitung gefolgt und die achtjährige Gymnasialzeit festgeschrieben werden sollte.

Gemeindliche Entwicklung. Carlo Ehrich sprach sich dafür aus, die 10000-Einwohner Marke weder zu unter- noch zu überschreiten. Seine Mitbewerberin plädierte für eine maßvolle bauliche Entwicklung, wobei Verdichtung sinnvoller sei als die Ausweisung neuer Baugebiete. Die Pläne eines privaten Investors, aus dem Herrenhaus Stift ein Seniorenzentrum zu machen, wollen beide Kandidaten unterstützen - „auch wenn ich damit nicht auf SPD-Linie liege“, wie Carlo Ehrich anmerkte. Umwelt- und Denkmalschutzaspekte müssten jedoch oberste Priorität haben. Kristin Langhanki meinte, dass eine „maßvolle“ Bebauung des Herrenhaus-Gartens zum Erhalt der Stifter Ladenzeile beitragen könnte. Sie verwies auf den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan, der jedem Bürger die Möglichkeit biete, Einwände geltend zu machen.



Lieblingsprojekt. Wegen der knappen Hallenkapazitäten für die Sportler möchte Carlo Ehrich zusammen mit dem TSV den Neubau einer Sporthalle vorantreiben. Kristin Langhanki umschrieb ihre Vision mit „gemeinsam generationsübergreifend Gemeinschaft gestalten“ und wünschte sich ein noch stärkeres soziales Netzwerk in der Gemeinde. „Jung für Alt, Alt für Jung - da gibt es viele gute Möglichkeiten“, sagte sie.

Zusammenarbeit in der Region. „Wir können es uns nicht mehr leisten, so kleinteilig zu denken, wie es Schleswig-Holstein seit Jahrzehnten tut“, sagte Kristin Langhanki und bekräftigte ihre Forderung, auf Verwaltungsebene verstärkt mit Nachbarn zusammenzuarbeiten. Auch Carlo Ehrich plädierte für eine Fortsetzung der interkommunalen Zusammenarbeit. Der Zweckverband Bauhof sei ein Musterbeispiel dafür.

Fazit. Der Bürgermeister-Wahlkampf ist jetzt eröffnet. Einen eindeutigen Sieger gab es am Donnerstagabend nicht. Carlo Ehrich spielte seinen Heimvorteil aus und warf seine langjährige Erfahrung im Kommunalverwaltungsbereich in die Waagschale. Auch Kristin Langhanki verstand es, sich gut zu verkaufen: mit Selbstbewusstsein, Schlagfertigkeit und jugendlicher Frische.

Der in der ersten Reihe sitzende Amtsinhaber Horst Striebich, der am 31. Dezember in den Ruhestand geht, konnte die Frage- und Diskussionsrunde entspannt verfolgen. Als eine Zuhörerin anmerkte, dass Striebich „der beste Bürgermeister war, den wir in den vergangenen 18 Jahren haben konnten“, gab es kräftigen Beifall.

 

Quelle Kn-Online

 

 

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